Krieg in Syrien
Neuntklässler rücken Schrecken des Krieges ins Bewusstsein und fordern: STOP THIS WAR!
Ein Bericht unserer Schülerinnen Gizem Baruc und Ines Breuer
Schülerinnen und Schüler der Klassen 9A und 9C haben sich im Politikunterricht von Frau Meessen gefragt: „Was können WIR tun, um auf den Krieg in Syrien aufmerksam zu machen, der schon seit 2011 so viele unschuldige Menschen das Leben gekostet hat und kein Ende findet.
Sie haben einen Videoclip produziert, der auch auf YouTube zu sehen ist, und einen Facebook-Aufruf gestartet, um möglichst viele Menschen auf die Schrecken dieses Krieges aufmerksam zu machen.
Dabei war es uns sehr wichtig, alles selbst zu machen, also das Video, die Fotos, die Bilder, die Texte und auch die Musik. Außerdem haben wir unsere Mitschüler/innen gebeten, den Aufruf in die Sprachen zu übersetzen, die sie neben der deutschen Sprache auch noch sprechen. So sind mittlerweile 12 Sprachen vertreten, aber wir sammeln noch weiter, damit unser Aufruf in möglichst vielen Ländern verstanden wird!
Unterstützung erhielten wir von unserer Politiklehrerin und einem Lehramtsstudenten, der an unserer Schule sein Praxis-Semester macht und uns in Musik unterrichtet. Er hat die im Video verwendete Musik selbst komponiert und produziert.
Welche Ziele die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Aufruf verfolgen und was sie motiviert hat, daran zu arbeiten, erklären sie selbst:
- Wir wollen so viele Menschen wie möglich darüber aufklären, dass bis zu heutigen Tag fast 500.000 Menschen im Krieg oder durch die Folgen des Krieges gestorben sind. (Schon im Februar 2016 berichtete das „Syrische Zentrum für politische Forschung “ – SCPR – über 470.000 durch den Krieg getötete Menschen.) Diese und andere „NGOS“ sind vor Ort und bekommen tatsächlich mit, weil viele Menschen dort durch Bomben, Schüsse, Giftgas, Krankheiten, Hunger, Folter, Hinrichtungen, Vergewaltigungen oder durch Ertrinken bei gefährlichen Überfahrten gestorben sind.
- Wir wollen diesem Krieg, den man uns Tag für Tag im Fernsehen vor Augen führt, nicht mehr so tatenlos zusehen. Deshalb haben wir uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt und haben nach Möglichkeiten gesucht, uns mit diesem Krieg und seinen Opfern einmal aktiv auseinander zu setzen.
- Außerdem möchten wir regelmäßig „News“ aus dem Syrienkrieg in „unserer“ Alltagssprache posten, damit auch Schüler/innen unseres Alters sie verstehen. Durch Verlinkung mit dem „Stadtanzeiger“ und der „Rheinischen Post“ möchten wir ebenfalls aktuelle Nachrichten zum Thema zur Verfügung stellen.
- Wir wollen an ALLE Verantwortlichen appellieren, endlich diesem furchtbaren Krieg ein Ende zu setzen! Wir finden es unerträglich, dass so viele Menschen nur sterben, weil die vielen verantwortlichen Kriegsparteien nicht in der Lage sind, sich an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu finden!
- Wir Schülerinnen und Schüler appellieren an alle:

Bitte helft uns dabei, diesen Aufruf zu verbreiten und somit hoffentlich ein wenig zum Frieden in Syrien beizutragen. Besonders schön wäre es, wenn ihr gleichzeitig auch noch einen kleinen Beitrag für „Ärzte ohne Grenzen“ spenden würdet, denn diese Organisation hilft wirklich allen Menschen vor Ort und hat in letzter Zeit viele Mitarbeiter/innen und Krankhäuser durch Bombardierung in Syrien verloren. Ab nächster Woche findet ihr die Bankverbindung dann auf der Facebookseite.
Danke für eure Unterstützung sagen:
Tugba Aydin (News), Gizem Baruc & Ines Breuer (Text & News), Adama Diallo (Facebookadministratorin), Lukas Hoppe (Präsentation der Sprachen), Jamie Hulverscheidt (Bilder), Tolga Itmec (Filmbearbeitung und Facebookadministration), Ali Kurupinar (Bilder), Andreas & Christian Pantel (Musik), Eve J. Zapp (Filmdreh & Bilder) und Agron, Ahmet I, Ahmet T., Bastian, Denis, Dzenis, Gina, Jelena, Jennifer, Jessica, Karolina, Kim, Kyra, Leo, Leon, Maksim, Mariam, Mirejeta, Nikolai, Qendrim, Richard, Rohat, Samet, Selin, Sercan, Serpil, Tac Choi, Veronica u.a.
2016-06-27 Rheinische Post: Schüler kämpfen per Facebook um Frieden
2016-07-02 Leverkusener Anzeiger: Eine Seite für Syrien
