Fast 60 Schülerinnen und Schüler besuchten das Theaterstück „Maria Magdalena“, das am 22.09.2011 im Erholungshaus aufgeführt wurde. Zwei Kurse „Praktische Philosophie“ und ein Kunstkurs erlebten am Vormittag eine eindrucksvolle Aufführung des Klassikers von Friedrich Hebbel, der sein Stück schon 1844 geschrieben hatte. Die Theatergruppe „theaterperipherie“ aus Frankfurt und deren Regisseur Alexander Brill aber hatten das „bürgerliche Trauerspiel“ konsequent „modernisiert“ und an die Gegenwart angepasst. Der hochinteressante Bericht mit Reaktionen der Schülerinnen und Schüler, zusammengestellt von Lehrerin Evelyn Meessen, ist hier zu lesen:
Nach Exkursion des Technikkurses ins Max Ernst Museum
Schüler entwerfen „Surreale Konstruktionen“
Nach einem Besuch des Ernst Museums in Brühl in Begleitung ihres Kursleiters Herrn Padberg und ihrer PP-Lehrerin Evelyn Meesssen erstellten die fünfzehn Schüler des 10er-Technikkurses von Herrn Padberg eigene Werke. Max Ernst war ihr Vorbild. In Collage- und Frottagetechnik entwarfen sie „technische Konstruktionen“, die aber nicht unbedingt funktionieren mussten. (Frottage: Eine von Max Ernst entwickelte „Abreibetechnik“). Der Titel konnte, musste aber (wie bei den Surrealisten) nicht unbedingt zum Bild passen.
Anschließend schrieben sie – ebenfalls nach dadaistischem Vorbild – Texte zu ihren Bildern. Beim sog. „cadavre exquise“ wird in einer Gruppe geschrieben. Durch Umklappen des Textes bleibt immer nur das letzte Wort der letzten Zeile sichtbar, das nun zum ersten Wort der nächsten Zeile wird (E. M.).
Hier können die Werke der Schüler betrachtet werden:
„Entspannt euch“ – Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen
Die Klasse 6C geht der Bedeutung des Artikels 3 GG nach
In Artikel 3 des Grundgesetzes steht: „…Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Was steckt hinter diesem Gesetz? Fühlen behinderte Menschen sich in unserem Land gleichberechtigt oder benachteiligt? Mit welchen Problemen haben Behinderte zu tun? Was wünschen sie sich? Diesen Fragen wollte die 6C gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Hügel nachgehen. Es war ein Zufall, dass gerade zu dem Zeitpunkt das Magazin des Kölner Stadtanzeigers ein interessantes Sonderheft herausbrachte. Unter dem Titel „Entspannt Euch“ berichteten Menschen mit Behinderungen von ihren Erfahrungen. Diese Berichte passten prima zum Thema des Deutsch- und Politikunterrichts der 6C. „Viel lehrreicher und ausführlicher als die Texte im Politikbuch“, fanden die Schülerinnen und Schüler, und so haben sie in Arbeitsgruppen zu den vorgestellten behinderten Menschen Plakate erarbeitet, viel Neues erfahren und über die Frage nach einem guten und gleichberechtigten Zusammenleben von nichtbehinderten und behinderten Menschen diskutiert. Trotz der ausführlichen Informationen in den Artikeln der Zeitung blieben zum Schluss noch viele Fragen offen. Die Klasse beschloss daher, der Journalistin Frau Pluwatsch einen Brief mit ihren Fragen zu schicken. Und sie hat tatsächlich geantwortet. Ja, ein langer Brief mit vielen interessanten Antworten kam zurück! Die 6C ist sich sicher: Das Unterrichtsprojekt war eine tolle Sache! Jedem Menschen mit Respekt und Toleranz zu begegnen, damit das, was in Artikel 3 unseres Grundgesetzes steht, auch in der Wirklichkeit gelebt wird.
Am 2. März 2011 fand die Siegerehrung der Teilnehmer des Erdkunde-Wettbewerbs der Zeitschrift „National Geographic“ statt. Dem Schulsieger Malcom Breuer, 10A, wurde durch Schulleiter Wolfgang Wirsing die Siegerurkunde und ein Ehrenpreis überreicht. Simon Quintus, 10F, nahm ebenfalls eine Anerkennung für seinen Einsatz entgegen. Die Erdkunde-Fachschaftsvorsitzenden Margret Simon und Regina Schlenker gratulieren herzlich.
Am 25.01.2011 besuchte der 10er-Kurs „Praktische Philosophie“ von Frau Meessen das neue „Museum der Kulturen“ in Köln. Die Schülerin Mirjeta Cusaj und der Schüler Nishaanth Kulaweerasingam (beide 10C) berichten hier über einen faszinierenden Unterrichtsgang:
Am 7. Dezember traten die Klassensieger zur Endausscheidung des diesjährigen Vorlesewettbewerbs in der Schülerbücherei an. Alle hatten einen selbst gewählten Text vorbereitet, den sie der Jury vortrugen. In der zweiten Runde wurde es etwas schwieriger, denn sie mussten einen unbekannten Text vorlesen. Alle fünf meisterten die Aufgabe sehr gut! Als Preis gab es für jeden eine Urkunde und einen Büchergutschein. Schulsieger wurde Glodi Santos . Er wird die RAS beim Vorlesewettbewerb der Stadt vertreten. Wir drücken ihm ganz fest die Daumen!
Exkursion der Klasse 7E ins Römisch Germanische Museum
Unsere Klasse 7E hat am 22. September 2010 einen Ausflug in die Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) gemacht. Heute sagt man dazu schlicht „Köln“.
Die Stadt wurde im Jahr 50 n. Chr. eine römische Stadt. Von dieser römischen Stadt kann man heute noch viel bewundern.
Über unseren spannenden Besuch im Römisch Germanischen Museum berichten wir ausführlich hier:
Kant auf dem Prüfstein: Spannendes Experiment des 10er-PP-Kurses
Wenn alle Menschen statt Augen grüne Gläser hätten ...
… so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün – und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge gehört. (Heinrich von Kleist, 1777 – 1811)
Unser Bild von der Welt geprägt durch das, was unsere Sinne wahrnehmen und unser Verstand daraus macht (nach Kant). Hätten wir andere Sinne, hätten wir wahrscheinlich auch ein völlig anderes Bild von der Welt.
Diese Behauptung wollten wir, der 10er-PP-Kurs, in einem Experiment untersuchen. Dazu besorgten wir uns (rosa) gefärbte Brillen und Ohrstöpsel und suchten uns am 21. September 2010 in der Rathausgalerie in Leverkusen ein gemütliches Plätzchen, um mit „getäuschten“ Sinnen einen ganz anderen Blick auf die Welt um uns herum zu werfen.
Das versuchten wir nach dem Verfahren des sog. „Automatischen Schreibens“. Dabei werden alle Eindrücke und Gedanken aufgeschrieben, ohne abzusetzen. Fällt einem nichts mehr ein, wiederholt man einfach das letzte Wort so lange, bis die Gedanken wieder fließen. Danach sucht man sich die besten Textstellen heraus und schreibt daraus ein Gedicht.
So entstanden Texte in vier Kategorien: Schreiben mit gefärbten Brillen. Schreiben mit Ohrstöpseln. Schreiben aus der Perspektive eines Fisches (gerade waren die „Unterwasserwelten“ eröffnet worden). Schreiben als „normaler“ Betrachter mit allen Sinnen.
Aus den vielen Texte haben wir die schönsten ausgesucht. Viel Spaß beim Lesen!
Chaima Ballamkadem, Sven Czech (beide 10D) und E. Meessen
RAS ist Teil von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Seit dem 07. Juni 2010 darf sich die Realschule Am Stadtpark „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen, nachdem sich eine überwältigende Mehrheit der Schulgemeinschaft für das Projekt ausgesprochen hatte. Die Klasse 10e setzte sich das Ziel, gemeinsam ein Zeichen zu setzen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und Gewalt. Sie fand viel Unterstützung für das Projekt und arbeitete ein ganzes Schuljahr an der Umsetzung. So gelang es, die Weltmeisterin des Jahres 2009 im Speerwerfen, Steffi Nerius, als Patin zu gewinnen. Bei der von den Schülerinnen und Schülern gestalteten Feier war sie der Ehrengast. Mit dabei waren auch Reinhard Buchhorn, Oberbürgermeister in Leverkusen, und Schuldezernent Marc Adomat. Die Initiative Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage wurde von Renate Bonow vertreten, der Landeskoordinatorin Nordrhein-Westfalen.
Schülerinnen der 10E erläutern das Projekt.
Die Klasse 10E stellte ihre Projektarbeit selbst vor: Durch den Politikunterricht bei Frau Obermann seien sie auf Schule ohne Rassismus aufmerksam geworden, hätten auf den Internetseiten der Initiative recherchiert. Alle seien sich schnell einig gewesen, dass jeder Mensch gleich viel wert sei. Jeder solle – frei und gleich geboren – unabhängig von seiner Religion und Hautfarbe herzlich willkommen sein an unserer Schule. Für die meisten von uns sei es unbegreiflich, dass es Menschen gibt, die, nur weil sie eine andere Religion haben, oder weil sie aus einem anderen Land kommen oder weil sie eine andere Sprache sprechen, benachteiligt werden oder ausgegrenzt werden.
Sie geben die Idee weiter: Schülerinnen und Schüler der 5D.
Nach intensiver Diskussion entschieden die Schülerinnen und Schüler dafür, dass „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ ein tolles Projekt für unsere Schule wäre. Nun aber galt es, mindestens 70 Prozent der Menschen zu gewinnen, die an unserem Schulleben beteiligt sind. Schritt für Schritt wurde Aufklärungsarbeit geleistet: Was ist Schule ohne Rassismus? Warum sollten wir alle uns beteiligen? Schließlich unterschrieb eine überwältigende Mehrheit für das Projekt. Und die Schule konnte Steffi Nerius als Patin für die Sache gewinnen. Es blieb die Frage, wie man das glücklich Erreichte weitergeben konnte, bevor alle 10er Schüler die Schule verlassen würden. Schließlich stand das Ende der eigenen Schulzeit kurz bevor. Symbolisch sollte die Projektidee weitergegeben werden an eine fünfte Klasse, die Klasse 5D, die noch lange an der Realschule Am Stadtpark bleiben würde und, mit hoffentlich viel Courage, NEIN! sagt zu jeder Form von Rassismus und Gewalt.
Lehrerin Iris Obermann und Steffi Nerius und zahlreiche Schüler präsentieren das Logo
Am 24. März 2009 erhielt unsere Schule mit dem Berufswahlsiegel eine wichtige und begehrte Auszeichnung. Sie wurde in einem feierlichen Festakt in der Musikschule der Stadt Leverkusen von Oberbürgermeister Ernst Küchler übergeben. Eine Jury mit Vertretern aus regionalen Betrieben, der unteren Schulaufsicht und anderer Schulformen würdigte damit das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen der RAS im Bereich der Berufswahlorientierung. Besonders beeindruckte die Jury die Arbeit mit dem Berufswahlpass ab der Stufe 8 und die BWO-Woche in der Stufe 9.
Am 10.12.2008 fand in unserer Pausenhalle die Eröffnung der Ausstellung „Du bist Mensch – Du hast Rechte. Menschenrechte“ statt. Diese Ausstellung kann jetzt noch besichtigt werden, sie bleibt noch bis zum 18.12.2008 kostenlos für alle Interessierten geöffnet.
Die Ausstellung findet anlässlich des 60. Geburtstages der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ am 10. Dezember im Jahr 1948 statt. Sie wurde von den Vereinten Nationen (UNO) an diesem Tag in Paris verabschiedet.
Schon in Artikel 1 dieser Erklärung ist alles beinhaltet, was zu einer friedlichen und gerechten Welt gehört:
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen“.
Eigentlich hätte man die folgenden 29 Artikel gar nicht mehr nötig, wenn sich alle Menschen an diesen ersten Artikel halten würden. Aber das ist leider auch heute noch nicht so.
Um an diese 30 Artikel zu erinnern und deren ständige Missachtung auf der ganzen Welt zu verdeutlichen, haben zwei Kurse „Praktische Philosophie“ im Unterricht und in ihrer Freizeit gemeinsam mit zwei Kunstkursen und mit Unterstützung einiger Lehrkräfte eine Ausstellung geplant, erstellt und sie bei der Ausstellungseröffnung am Vormittag und noch einmal als Wiederholung nach Schulschluss mit Texten, Musik und Film präsentiert.
Für fast jeden Artikel gibt es eine Stellwand mit vielen Infos! Die folgenden Fotografien, die selbst gemalten Bilder, und Texte geben einen Einblick in das, woran in den letzten Monaten über 100 beteiligte Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung gearbeitet haben.
Es wäre schön, wenn möglichst viele unserer Schülerinnen und Schüler und möglichst viele Lehrkräfte mit ihren Klassen sich die Ausstellung anschauen würden. Dann hätte sich die Arbeit besonders gelohnt.
Vor allem in den Fächern Politik, Geschichte, Sozialwissenschaften, Religion und Praktische Philosophie wäre ein Besuch mit eventuell diesem Arbeitsauftrag sinnvoll:
Notiere einige Menschenrechtsverletzungen, von denen du auf den Plakaten etwas erfährst (z.B. Land, Art der Verletzung, Zeitraum). Was findest du besonders wichtig?
Darüber könnte dann in der Folgestunde berichtet werden.
Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern einen interessanten Besuch!
Weitere Informationen: – Schreiben der ausstellenden PP-Kurse an Amnesty International: >>> hier <<<
Philosophie-Kurse gestalten Ausstellung zum Thema „Zeit“
Was ist Zeit? – Von Aurelius Augustinus (geboren am 13. November 354 in Tagaste, heute Souk Ahras, Algerien; gestorben am 28. August 430 in Hippo Regius, heute Annaba, Algerien) stammt die Aussage:
„Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; doch soll ich es erklären, dann weiß ich es nicht.“
Für unsere Philosophiekurse war das Ansporn genug, sich mit dem Phänomen der Zeit auseinanderzusetzen: „Die Zeit und wir … mittendrin“ lautete ihr spannendes Unterrichtsprojekt, das nun in eine hochinteressante Ausstellung mündete.
Impressionen aus dem vielfältigen Projekt sind >>> hier <<< zu sehen.