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2001-09-11-1

Schock für die zivilisierte Welt

Das Terrorverbrechen vom 11. September 2001

„Warum machen Menschen so etwas?“, „Warum gerade New York?“, „Warum sind die Menschen aus den Fenstern gesprungen?“, „Warum…?“. Diese Fragen vor allem jüngerer Schüler sind nur schwer oder gar nicht zu beantworten.

In Politik und vielen anderen Fächern versuchten wir, die Hintergründe der Katastrophe zu verdeutlichen und eine „emotionale Verarbeitung“ zu ermöglichen. Die Schüler haben im Fach Kunst ihr Entsetzen „aufs Papier gebracht“. Flammen, Flugzeuge und springende Menschen – die Bilder sprechen ihre eigene Sprache.

Im Fach Deutsch wurden zu den Bildern sogenannte „Elf-Wort-Gedichte“ geschrieben, eine relativ leicht zu erstellende lyrische Form, die jedoch Raum lässt für die emotionale Auseinandersetzung mit dem Thema. Zahlreiche ungewöhnliche Zeilen lassen ahnen, wie tief dieser 11. September unsere Kinder getroffen hat und wie nachhaltig er auf Kinderseelen Einfluss nimmt.

E. Meessen

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Unsere kleine Stadt“ fesselt Publikum

Am 28. Mai 1998 präsentierte die Theater-AG der Realschule Am Stadtpark Thornton Wilders zeitloses Stück „Unsere kleine Stadt“ (Originaltitel Our Town). Die Aufführung fand um 19:00 Uhr im Musksaal der Schule statt und war ein besonderes Highlight des Schuljahres. Unter der Regie von Evelyn Meessen und Esther Mommerz brachten die Schülerinnen und Schüler das Leben in der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Grover’s Corners auf die Bühne.

Das Stück lädt dazu ein, über den Sinn des Lebens, die Schönheit des Alltäglichen und die Vergänglichkeit menschlichen Seins nachzudenken. In drei Akten (1901, 1904 und 1913) wird vom Alltag, von Liebe und Hochzeit sowie vom Abschied und der Rückschau auf das gelebte Leben erzählt. Die Rolle des Spielleiters übernahm Karin Nocon aus der Klasse 10D. Sie begleitete die Handlung, kommentierte sie und sprach direkt mit dem Publikum – ein ungewöhnliches und berührendes Theatererlebnis.

Vor und nach der Vorstellung konnten die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung „Unsere kleine Stadt“ mit Bildern der Klasse 5a zum Theaterstück bestaunen.

Herzlichen Dank an alle, die diese besondere Aufführung möglich gemacht haben!

Unsere kleine Stadt – Figuren und Szenen gemalt von der Klasse 5A:

1993-09-06-1

Vor dem Hintergrund wachsender Fremdenfeindlichkeit in Deutschland


In diesem Schuljahr findet an unserer Schule die Arbeitsgemeinschaft „Lesen ohne Grenzen“ statt. Unter diesem Titel setzen sich 15 Schülerinnen und Schüler in einem wöchentlichen Lesekreis intensiv mit dem Schicksal und der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen auseinander, die in Deutschland in zwei Kulturen leben: in der Kultur ihres Herkunftslandes und in der ihrer neuen Heimat Deutschland.

Durch die gemeinsame Lektüre von Romanen und Erzählungen aus der Perspektive junger Menschen mit Migrationshintergrund erhalten die Schülerinnen und Schüler authentische Einblicke in die Herausforderungen und Konflikte, aber auch in die Chancen und Bereicherungen eines Lebens zwischen zwei Welten. Gelesen werden unter anderem die Bücher

  • Staatsangehörigkeit: griechisch von Sigrid Schuser-Schmah
  • Oya – Fremde Heimat Türkei von König, Straube und Taylan
  • Der Schatten des Halbmonds von David Kherdian
  • Ein Mundvoll Erde von Stefanie Zweig
  • Sumitra – zwischen zwei Welten von Rukshana Smith und
  • Sirtaki von Dieter Schliwka

Zeitungsartikel, Plakate und Berichte über fremdenfeindliche Übergriffe und rechtsextreme Gewalt – zuletzt der schreckliche Brandanschlag in Solingen – machen deutlich, wie dringend das Thema ist. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren nicht nur literarische Texte, sondern setzen sich auch kritisch mit Vorurteilen, Ausgrenzung und der Frage auseinander, was „Heimat“ für Menschen bedeuten kann, die in zwei Kulturen zu Hause sind – oder in keiner ganz. Mit dem Namen „Lesen ohne Grenzen“ wollen die Schülerinnen und Schüler der AG bewusst ein Zeichen setzen: Lesen als Brücke, Literatur als Mittel zum Verständnis und zur Überwindung von Grenzen in den Köpfen. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein wichtiges schulisches Projekt für interkulturelles Lernen, Empathie und Zivilcourage – gerade jetzt.

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