Demokratiebildung
Neuntklässler besuchen das EL-DE-Haus
Am 6. Mai 2026 unternahm die Klasse 9D eine eindrucksvolle und bewegende Exkursion. Auf dem Programm stand der Besuch des NS-Dokumentationszentrums im Kölner EL-DE-Haus, der ehemaligen Zentrale der Gestapo. Eingebettet wurde die Exkursion in den aktuellen Deutschunterricht, der den Roman „Die Welle“ von Morton Rhue behandelt. In der Lektüre geht es um einen Unterrichtsversuch, der zeigen möchte, wie schnell Menschen in totalitäre Strukturen abrutschen können, der jedoch völlig aus dem Ruder läuft und pädagogisch nicht mehr einzufangen ist.
Im EL-DE-Haus erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9D Einblicke in Mechanismen der NS-Diktatur und des Terrors im Rahmen einer begleiteten Führung durch die Gedenkstätte. Besonders die Besichtigung der ehemaligen Gefängniszellen im Keller hinterließ dabei bei allen Schülerinnen und Schülern einen tiefen Eindruck. An den Wänden sind noch heute rund 1.800 Inschriften und Zeichnungen von damaligen Gefangenen erhalten – stumme, aber kraftvolle Zeugnisse von Angst, Hoffnung und Überlebenswillen.
Die Exkursion war für die Klasse eine intensive Erfahrung, bei der die Schülerinnen und Schüler die außergewöhnliche Bedeutung von Demokratie, Zivilcourage und Wachsamkeit im Alltag für ein menschwürdiges Leben in Freiheit nicht nur kognitiv aufnahmen, sondern auch emotional erfassten.



