So war’s…

Winter 1929 – Unsere Klasse macht einen Ausflug an den Rhein

So war’s? Nicht ganz. Das Schwarz-Weiß-Foto des Ausflugs einer unserer Klassen im Jahr 1929 mit ihrem damaligen Klassenlehrer Herrn Meffert nach Hitdorf an den zugefrorenen Rhein ist echt (Quelle: Archiv Meffert). Wir haben es eingefärbt und animiert, so dass uns die Klasse zuwinkt. Ganz so war es also nicht, ein schöner Gedanke ist es aber doch. Realität ist, dass der Winter 1928/1929 als „Jahrhundertwinter“ in die Geschichte der Region Leverkusen und des Rheinlands einging. Im Februar 1929 herrschten über mehrere Wochen zweistellige Minustemperaturen. In der Region wurden Spitzenwerte von bis zu -24 °C erreicht. Der Rhein fror aufgrund der anhaltenden Frostperiode auf einer Länge von rund 350 Kilometern komplett zu. Auch im Leverkusener Raum und den benachbarten Städten Köln und Düsseldorf war die Eisdecke so dick, dass Menschen den Fluss zu Fuß überqueren oder darauf Schlittschuh laufen konnten. Erst Anfang März 1929 setzte Tauwetter ein, was zu gefährlichem Eisgang und einem Anstieg des Wasserstandes führte.