2012-03-31

Projektwoche

Schule mal ganz anders – ein Theaterprojekt

Ein Bericht von Kevin Yu, Klasse 10B, im Kölner Stadtanzeiger, 2012

Wie schön Projekttage sein können. Man ist mit Freunden zusammen in einem Projekt in einer ungezwungenen Umgebung. Keine Noten, keine Tests und auch die Lehrer sind locker. In unseren diesjährigen Projekttagen für die 10. Klassen hatte ich mich für ein Theaterprojekt entschieden, das mit Frau Meessen im Wallraf-Richartz-Museum und in der Oper der Stadt Köln stattfand.

Im Museum spielten wir vor einigen Bildern bestimmte Szenen nach oder versetzten uns in die Rolle der Figuren auf dem Bild. Die Museumspädagogin Frau Hild hatte super Ideen. So konnten wir z.B. vor „Juno und Argus“ von Rubens sogar die passende Kleidung dazu anziehen.

Am nächsten Tag besuchten wir dann die Oper, um an einem Workshop „Improvisationstheater“ teilzunehmen. Das war ein Kurs der Extraklasse. Nicht still sitzen oder mitschreiben, nein, mit Hilfe von Körpersprache und Mimik sollte ich eine Person oder ein Ding ohne Worte erklären. Das sollte ich so schnell wie möglich tun, denn es galt, Punkte abzuräumen. Die Gruppe mit den meisten Punkten, hatte dann nach ungefähr einer Stunde gewonnen.

Die Kreativität von mir und meinen Mitschüler stieg und wir fühlte uns in der lockeren Atmosphäre sehr wohl. Als wir dann einen Songtext schreiben und dazu eine Schrittfolge einstudieren sollten, lachten wir fast pausenlos und befürchteten ein Desaster. Aber es wurde eine Komödie, eine bunte Mischung von Ideen führte uns zu wunderbaren Texte. Und das Resultat? Viel Gelächter und großer Applaus für die „besten“ Sänger.

Wir führten keinen Konkurrenzkampf, wir dachten nicht an Noten, wir hatten einfach nur ganz viel Spaß. Am Ende wurden wir dann noch durch die Oper geführt und Herr Rhode, der sich schon den ganzen Tag um uns gekümmert hatte, zeigte uns den Zuschauerraum und die Bühne, auf der gerade ein gigantisches Bühnenbild aufgebaut wurde. Das war sehr interessant, weil die Oper nun restauriert werden soll und deshalb bleibt sie für lange Zeit geschlossen. Wir durften sogar in die Maske, wo viele Fotos der Schauspieler und Schauspielerinnen hingen, die hier schon mal gespielt und gesungen hatten. Ganz zum Schluss ging es hinter die Bühne. Da war richtig viel los, denn alle waren damit beschäftigt, das Bühnenbild perfekt zu gestalten.

Wenn ich nur könnte, würde ich dieses Projekt sofort wieder wählen. So viel Spaß würde ich gern jeden Tag haben.