2002-02-26-1

Sechstklässler sehen ausgezeichnetes Theaterstück

Der Bär geht zum Försterball

Ein ganz besonderes Highlight erlebten unsere Sechstklässler am vergangenen Dienstag, 26.02.2002. Die Schauspieler von „theater 1“ aus Bad Münstereifel spielten im Musiksaal das mit dem Förderpreis des Landes NRW und mit dem Förderpreis der „Stiftung Kunst und Kultur“ ausgezeichnete Stück „Der Bär geht zum Försterball“. Wie der Name des Stücks bereits vermuten lässt, ist die Hauptfigur ein Bär. Er trägt den Namen Schmolke. Dieser Bär verkleidet sich gern und sein größter Wunsch ist es, einmal auf den alljährlichen „Jäger- und Försterball“ zu gehen. Also leiht er sich ein

„Oberförsterkostüm“ im Kostümverleih und trifft dort auf Jenny, in die er sich verliebt. Zu seinem großen Glück verliebt sie sich auch in ihn.

Auf dem Försterball angekommen, erkennt ihn natürlich niemand. Alle Anwesenden halten ihn für den Oberförster. Noch mehr Respekt und Anerkennung erhält er für den wagemutigen Befehl, gemeinsam den Bären zu jagen. Alle machen sich auf den Weg, aber natürlich bleibt die Jagd erfolglos… Auch als der Bär die Vermutung äußert, der gesuchte Bär sei womöglich

unter ihnen, schöpft von den anwesenden Jägern niemand Verdacht. Alle sind sich insgeheim einig: Jemand, der die Uniform eines Oberförsters trägt und solche Befehle erteilt, ist über jeden Zweifel erhaben!
Doch in diesem Stück ist nichts das, was es zu sein scheint. Die Handlung wird immer absurder. Die Kostümverleiherin Jenny ist eigentlich eine Tänzerin, der Kellner ist eigentlich Schriftsteller, der stotternde Jäger ist eigentlich Nachrichtensprecher, London ist Paris und der Oberförster – wir wissen es – eben ein Bär.

„Kleider machen Leute“! Ein altes Thema, das viele Schüler aus dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ oder durch den Film „Der Hauptmann von Köpenick“ kennen, wird in diesem Theaterstück auf humorvolle und satirische Weise brillant erzählt.

Ein anspruchsvolles Stück, dessen Botschaft aber im Publikum ankam –  der anhaltende Applaus unserer Sechstklässler bewies es. (E.M.)