Schulgeschichte

Von der „Bürgerschule“ zur
„Realschule Am Stadtpark“

7.4.1913

Die erste Mittelschule des Kreises Solingen wird als paritätische neunstufige Mittelschule für Knaben und Mädchen gegründet.
Die Schule beginnt den Unterricht mit 91 Schüler/-innen, zwei Lehrern und einer Lehrerin. Der Rektor heißt Unger.
Die Schule ist von 1913 bis 1923 Gast in der Evangelischen Knabenschule an der Kölner Straße.
Sie hat zwei Hauptziele: „Sie will auf die Höhere Schule vorbereiten, soll aber auch eine Schule für die besonderen Erfordernisse des Mittelstandes (Handwerker, Handeltreibende), Mittlere Beamte im Staats- und Privatdienst sein.“

1914 – 1918

Während des 1. Weltkriegs werden der Rektor und die männlichen Kollegen eingezogen, der Unterricht wird ausschließlich von weiblichen Lehrkräften erteilt.

April 1919

Die ersten Schüler/-innen verlassen die Schule mit der „Mittleren Reife“.

Sept. 1920

Neuer Mittelschulrektor wird Herr Klopsch.

1922

Als neue Fächer werden kaufmännische Buchführung, Maschinenschreiben, Kurzschrift, Holz- und Metallverarbeitung eingeführt.

Herbst 1923

In den Herbstferien findet der Umzug ins neu errichtete Gebäude an der Rathenaustraße statt.

9.2.1924

Offizielle Einweihung des von Wilhelm Fähler errichteten neuen Schulgebäudes. „Samstag vormittag, 11 Uhr, begann der feierliche Akt mit der Schlüsselübergabe vor dem Hauptportal des Mittelschulgebäudes im Beisein des gesamten Lehrkörpers und der zahlreich versammelten Ehrengäste.“ (Generalanzeiger für Wiesdorf, 12.02.1924)

1927

Errichtung einer „Hausfrauenklasse“, die jedoch 1931 wieder eingestellt wird.

1930

Aus der Städtischen Mittelschule Wiesdorf wird die Mittelschule der Stadt Leverkusen.

1933

Im Saal des evangelischen Gemeindehauses wird aufgrund 20-jährigen Bestehens der Mittelschule eine Feier veranstaltet.

1.4.1935

Neuer Mittelschulrektor wird Herr „Auf dem Keller“.

16.11.1936

Die Mittelschule erhält den Namen „Hans-Schemm-Mittelschule“. Diesen Namen behält sie bis zum Mai 1945. Hans Schemm war der Leiter des Nationalsozialistischen Lehrerbundes und bayerischer Kultusminister. Nachdem er 1935 in einen Flugzeug tödlich verunglückte, erhielten zahlreiche Schulen im Deutschen Reich seinen Namen.

1.9.1939

Ausbruch des 2. Weltkriegs.
1939 – 1945 Fortschreitende Beeinträchtigung des Unterrichts

1940: Beginn des Unterrichts wegen Fliegeralarms erst um 9 oder 10 Uhr, häufig im Luftschutzkeller der Schule.

1943: Erstmalige frühzeitige Entlassung von Zehntklässlern und deren Einsatz als Luftwaffenhelfer in Schlebusch. Sie werden in den Stellungen von ihren Lehrern weiter unterrichtet.

Auf dem Turm der Mittelschule wird ein FLAK-Geschütz aufgestellt, versch. Räume der Schule werden durch FLAK-Einheiten belegt, im Juni zerstört eine am Büchelter Hof niedergehende Luftmine zahlreiche Fenster des Schulgebäudes.

September 1944: Frühzeitige Beendigung der Schulzeit für die 9. und 10. Klassen und Einsatz der Jungen am Westwall oder im Osten. Zerstörung aller Fenster und Türen durch starke Bombenangriffe, der Unterricht wird völlig eingestellt., das Gebäude bleibt weiterhin Quartier für SA; RAD und Volkssturm.

Februar 1945: Unterricht der Luftwaffenhelfer in den Stellungen wird eingestellt. Grund ist die „Übernahme“ der Schüler in die Wehrmacht.

April 1945

Die Amerikaner marschieren in Leverkusen ein. Die Mittelschule wird in die benachbarte Schulanlage „Am Neuenhof“ verlegt, da das Schulgebäude als Ersatz für das zerstörte St.Josef-Krankenhaus benötigt wird.

Mai 1945

Herr Edmund Massau wird durch einen amerikanischen Offizier zum kommissarischen Leiter der Mittelschule ernannt, Herr Auf dem Keller wird entlassen.

8.10.1945

Der Unterricht beginnt wieder. Die Eröffnung der Schule „Am Neuenhof“ wird mit 381 Schüler/-innen und 14 Lehrer/-innen gefeiert.
Auch in der Nachkriegszeit ist ein „normaler“ Unterricht kaum möglich. Es fehlt an Räumen (Unterricht in Schichten), Büchern und Heften, an Heizmaterial, vor allem aber an Nahrung. Es werden Schulspeisungen durchgeführt, die den Hunger etwas lindern.

1948

Das 35-jährige Bestehen der Mittelschule ist Anlass eines Jubiläumsabends. Der Bürgermeister Dr. Claes erweckt die Hoffnung auf die Rückgabe des Schulgebäudes an der Rathenaustraße.

21.3.1951

Die Mittelschule wird – wie alle anderen im Land – umbenannt in „Realschule“. 1200 Schüler/-innen werden nun von 41 Lehrer/-innen unterrichtet.

1954

Die Abschlussprüfung an Realschulen wird abgeschafft. Für die erfolgreichste Ausbildungsarbeit bekommt die Schule einen Wanderpreis.

12.04.1956

Nach elfjähriger Ausquartierung zieht die Realschule wieder in ihr Gebäude an der Rathenaustraße ein. Schüler/-innen, die südlich der Dhünnlinie wohnen, werden der Realschule Am Stadtpark zugewiesen, die, welche nördlich davon wohnen, besuchen die Realschule Am Neuenhof.

1958

Herr Direktor Massau wird pensioniert, sein Nachfolger wird Herr Pötzsch. Zu diesem Zeitpunkt unterrichten 23 Lehrer/-innen 586 Schüler/innen.

1965

Die Schule erhält einen „Anbau“, in dem naturwissenschaftliche Räume und eine Pausenhalle untergebracht werden. Es folgt die Einrichtung einer Schülerbücherei.

1967

Es werden zum ersten Mal Nachprüfungen durchgeführt.

1975

Das neue Sprachlabor wird übergeben.

1980

Herr Duppach wird neuer Realschulrektor.

1983

Frau Mergard wird neue Realschuldirektorin.

1988

Das 75-jährige Bestehen der Schule wird im Forum gefeiert.

1992

Das Gebäude des ehemaligen Carl-Duisberg-Gymnasiums gehört nun auch zur Realschule (seit 1987 „Denkmal“).

seit 1995

Ausbau des Informatik-Bereichs.

Juli 2000

Herr Bermes wird neuer Realschulrektor.

2001

Die „Städt. Realschule Leverkusen-Wiesdorf – Sekundarstufe I“ – erhält offiziell den Namen „Realschule Am Stadtpark“.

Herbst 2003

Einweihung der neuen naturwissenschaftlichen Räume nach erfolgreicher PCB-Sanierung des Anbaus von 1965 an der Rathenaustraße

 

9.2.2004

Das Gebäude der Mittelschule wird 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass wird am 27.02.04 eine Ausstellung zur Geschichte der „Realschule Am Stadtpark“ eröffnet.

8.9.2008

Auszeichnung der Schule mit dem Gütesiegel Individuelle Förderung

24.3.2009

Verleihung des Berufswahlsiegels an die Schule

6.7.2010

Die Schule wird zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ernannt. Steffi Nerius übernimmt die Patenschaft für das Projekt.

August 2010

Einführung der einstündigen Mittagspause mit pädagogischer Betreuung für Schülerinnen und Schüler mit Nachmittagsunterricht

14.2.2011

Herr Wirsing wird Realschulrektor.